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Pius Heinz

Gewann 2011 als erster Deutscher das Main Event der World Series of Poker: 6.865 Einträge, 8.715.638 $ Siegprämie. Seitdem nur noch sporadisch bei Live-Turnieren.

Von Stand

Pius Heinz hat 2011 etwas geschafft, das vor ihm kein Deutscher geschafft hatte: Er gewann das Main Event der World Series of Poker in Las Vegas, das Turnier mit dem Titel „Weltmeisterschaft“. Laut seinem PokerNews-Profil, das auf Daten der Hendon Mob beruht, liegt sein Live-Turnierpreisgeld bei 9.071.367 $ (abgerufen am 18.10.2026). Fast alles davon stammt aus diesem einen Turnier.

Herkunft und Online-Anfänge

Heinz wurde laut Wikipedia am 4. Mai 1989 in Swisttal-Odendorf bei Bonn geboren. Nach dem Abitur 2008 in Rheinbach leistete er Zivildienst und begann ein Studium der Wirtschaftspsychologie in Köln, das er 2011 wegen des Pokers unterbrach. Mit Poker fing er 2007 als Hobby an und spielte online unter dem Namen „MastaP89“. Im Juni 2011, wenige Wochen vor dem Main Event, wurde er bei der WSOP in einem No-Limit-Hold’em-Turnier Siebter und gewann mehr als 80.000 $.

Das Main Event 2011

Das Main Event kostete wie jedes Jahr 10.000 $ Startgeld. Laut der Wikipedia-Übersicht zur WSOP 2011 gingen 6.865 Einträge an den Start, der Preispool lag bei 64.531.000 $. Im Juli stand der Finaltisch der letzten neun fest, danach pausierte das Turnier bis November. Dieses Format hieß damals „November Nine“. Heinz bereitete sich in der Pause mit seinem Coach Johannes Strassmann vor.

Im November setzte er sich im Heads-Up gegen den Tschechen Martin Staszko durch. Heinz erhielt 8.715.638 $ und das Bracelet, Staszko 5.433.086 $. Damit war er der erste deutsche Main-Event-Sieger. Später folgten Hossein Ensan (2019) und Koray Aldemir (2021). Die vollständige Siegerliste findest du auf unserer Seite zum WSOP Main Event.

Nach dem Titel

Noch im August 2011 gewann Heinz laut Wikipedia ein Side Event der EPT Barcelona. Von Sommer 2011 bis Januar 2013 gehörte er zum Team PokerStars. Im Dezember 2011 gewann er die Fernsehsendung „TV total PokerStars.de Nacht“. Im April 2012 erschien sein Buch „Meine Hände auf dem Weg zum Poker Weltmeister“, das er mit Stephan Kalhamer schrieb und in dem er jede Hand des Finaltischs analysiert.

Was er heute macht

Bei der WSOP kam Heinz 2012 zweimal und 2013 einmal ins Geld. Laut PokerNews spielt er seit 2011 nur noch sporadisch. Das jüngste Live-Preisgeld datiert laut Wikipedia von Juli 2019. Zu aktuellen Turnierauftritten oder beruflichen Projekten haben wir keine belastbaren Quellen gefunden und lassen das deshalb offen.

Einordnung

In der Rangliste der deutschen Preisgeldgewinner liegt Heinz heute weit hinter den High Rollern. Für die Geschichte des deutschen Pokers ist er trotzdem zentral: Sein Sieg fiel in die Zeit, in der Poker in Deutschland boomte, und er zeigte, dass ein 22-Jähriger aus dem Rheinland das größte Turnier der Welt gewinnen kann. Wie die WSOP aufgebaut ist und wann die nächsten Events laufen, steht auf unserer WSOP-Seite. Einen Überblick über die erfolgreichsten Deutschen gibt die Rangliste.

Größte Erfolge

JahrErfolgQuelle
2011Sieg im WSOP Main Event (10.000 $ Buy-in, 6.865 Einträge), 8.715.638 $ und BraceletQuelle
2011Sieg in einem Side Event der EPT BarcelonaQuelle
2012Buch „Meine Hände auf dem Weg zum Poker Weltmeister“ mit Stephan KalhamerQuelle

Quellen

  1. Pius Heinz, Wikipedia (de)
  2. 2011 World Series of Poker, Wikipedia (en)
  3. Pius Heinz: Spielerprofil, PokerNews, 2026-10-18
  4. List of World Series of Poker Main Event champions, Wikipedia (en)