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♥ SPIELERSCHUTZ

Verantwortungsvoll spielen

Warnsignale für problematisches Spielen, Selbsttests, Spielersperre über OASIS und kostenlose Hilfe in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Poker ist ein faszinierendes Spiel. Es ist aber auch Glücksspiel um echtes Geld, und Glücksspiel kann süchtig machen. Wir berichten über Turniere, Gewinne und Spieler. Deshalb gehört für uns auch diese Seite dazu: woran du merkst, dass das Spiel kippt, wie du dich selbst testen und sperren kannst und wo du kostenlos Hilfe bekommst.

Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Das gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz, online wie live.

Warnsignale

Problematisches Spielen beginnt selten plötzlich. Diese Anzeichen solltest du ernst nehmen, bei dir selbst oder bei Menschen in deinem Umfeld:

  • Du spielst länger oder mit höheren Einsätzen, als du dir vorgenommen hast.
  • Du versuchst, Verluste durch weiteres Spielen zurückzuholen („Chasing“).
  • Du denkst auch dann ans Spielen, wenn du gerade nicht spielst.
  • Du spielst, um Stress, Ärger oder schlechter Stimmung zu entkommen.
  • Du verschweigst oder verharmlost gegenüber anderen, wie viel Zeit oder Geld du einsetzt.
  • Du leihst dir Geld zum Spielen oder verwendest Geld, das für Miete, Rechnungen oder Familie gedacht war.
  • Du wirst unruhig oder gereizt, wenn du weniger spielen willst oder nicht spielen kannst.
  • Schule, Arbeit, Beziehungen oder Schlaf leiden unter dem Spielen.

Ein einzelner Punkt macht noch keine Sucht. Wenn du dich in mehreren davon wiederfindest, lohnt sich ein ehrlicher Selbsttest oder ein Gespräch mit einer Beratungsstelle.

Selbsttest

Einen anonymen Selbsttest bietet check-dein-spiel.de, ein Angebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA). Es gibt einen ausführlichen Selbsttest, der einschätzt, wie riskant dein Spielverhalten ist, und einen Schnelltest mit drei Fragen.

Link: check-dein-spiel.de

Hilfe in Deutschland

Telefonberatung zur Glücksspielsucht (BIÖG): 0800 1 37 27 00, kostenlos und anonym. Die Beratung richtet sich an Spielende und an Angehörige.

Check dein Spiel: check-dein-spiel.de mit Selbsttest und Informationen für Spielende und Angehörige.

Spielersperre über OASIS: Wenn du nicht mehr spielen willst, kannst du dich bundesweit sperren lassen. Die Sperre gilt bei allen erlaubten Anbietern von Online-Glücksspiel sowie in Spielbanken und Spielhallen. So geht es:

  • direkt bei einem erlaubten Anbieter oder in einer Spielhalle oder Spielbank,
  • oder beim Regierungspräsidium Darmstadt, das die Sperrdatei OASIS führt: online mit BundID und Online-Ausweis, per Online-Formular mit unterschriebenem Ausdruck oder per Papierantrag mit Ausweiskopie. Alle Wege beschreibt die Seite des Regierungspräsidiums Darmstadt.

Eine Sperre dauert nach § 8a GlüStV 2021 grundsätzlich mindestens ein Jahr. Bei einer Selbstsperre kannst du eine kürzere Dauer wählen, aber nicht unter drei Monaten. Aufheben lässt sich die Sperre nur auf schriftlichen Antrag und erst nach Ablauf der Mindestdauer. Die Sperre wirkt nicht bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis.

In akuten Krisen: Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.

Hilfe in Österreich

Spielsuchthilfe: ambulante Beratungs- und Behandlungseinrichtung in Wien, kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym, auch für Angehörige. Telefon: +43 1 544 13 57, Website: spielsuchthilfe.at

In akuten Krisen: TelefonSeelsorge Österreich, Notruf 142, rund um die Uhr und kostenlos.

Hilfe in der Schweiz

SOS Spielsucht: Helpline 0800 040 080, rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym. Das Angebot gehört zum Präventionsprogramm „Spielen ohne Sucht“ von 18 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Online-Beratung gibt es über Safezone.ch. Website: sos-spielsucht.ch

Spielsperre: Laut Bundesamt für Justiz gilt eine Spielsperre nach Art. 80 Geldspielgesetz für alle Spielbankenspiele, also auch für die Online-Angebote der Schweizer Casinos, sowie für online durchgeführte Grossspiele. Spielbanken und Grossspiel-Veranstalter führen dafür ein gemeinsames Register. Eine Sperre kannst du in einem Schweizer Casino beantragen.

In akuten Krisen: Die Dargebotene Hand, Telefon 143, rund um die Uhr.

Tipps für ein kontrolliertes Spiel

Wenn du spielst, helfen ein paar feste Regeln:

  • Lege vorher fest, wie viel Geld und Zeit du einsetzen willst, und halte dich daran.
  • Spiele nur mit Geld, dessen Verlust du verkraften kannst. Poker ist für fast alle Spieler kein Einkommen.
  • Hör auf, wenn du einem Verlust hinterherjagst oder emotional spielst („Tilt“).
  • Nutze die Limits und Pausenfunktionen erlaubter Anbieter. In Deutschland gilt ohnehin ein Einzahlungslimit von grundsätzlich 1.000 € im Monat über alle Anbieter.
  • Spiele nur bei Anbietern mit Erlaubnis. Nur dort greifen Limits, Sperrsystem und Aufsicht. Wie du das prüfst, steht auf unserer Seite GGL-Whitelist für Poker.

Unsere Grundsätze bei Glücksspielthemen

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  • Hinweise im Artikel: Bei Themen rund um Geldeinsatz verweisen wir auf diese Seite.

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Quellen

  1. Check dein Spiel: Selbsttest und Telefonberatung, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)Primärquelle
  2. Spielersperrsystem OASIS: Eintragung, Regierungspräsidium DarmstadtPrimärquelle
  3. Glücksspielstaatsvertrag 2021, § 8a Eintragung und Dauer der Sperre, Bayerische Staatskanzlei (gesetze-bayern.de)Primärquelle
  4. Spielsuchthilfe Wien, SpielsuchthilfePrimärquelle
  5. SOS Spielsucht: Helpline und Beratung, Spielen ohne Sucht (Programm von 18 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein)Primärquelle
  6. Der rechtliche Rahmen der Geldspiele in der Schweiz, Bundesamt für Justiz, SchweizPrimärquelle